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Vollentsalztes Wasser bei der Durchflussmessung

Was ist vollentsalztes Wasser?

Destilliertes Wasser oder auch VE Wasser (Deionat, demineralisiertes Wasser) genannt, ist reines Wasser. Bei dieser Art von Wasser wurden durch chemische Verfahren alle Salze, welche normalerweise als Anionen und Kationen im Wasser für die Leitfähigkeit sorgen, entfernt. Die elektrische Leitfähigkeit dient auch gleichzeitig als Indikator für die Reinheit bzw. Qualität des demineralisierten Wassers. Es kann durch Ionenaustausch, Umkehrosmose oder auch aus Destillation gewonnen werden. Da in dem VE Wasser keine Mineralien mehr enthalten sind, hat dieses den Härtegrad 0, es ist also weiches Wasser. Destilliertes Wasser kann jedoch auch gesondert betrachtet werden. Deionat, das Produkt des Ionentauschprozesses, kann als destillatgleiches Wasser verkauft werden. Das Ursprungsprodukt von Reinstwasser ist häufig normales Leitungswasser.

 

Wofür wird deionisiertes Wasser Verwendet?

Dadurch das sich bei VE Wasser der pH-Wert auf ca. 5,0 ändert, ist Deionat eine leichte Säure. Demineralisiertes Wasser ist allerdings nur eine schwach gepufferte Säure, das heißt, wenn sich der pH wert der Umgebung ändert, dann hat dies auch einen Einfluss auf den pH Wert des reinen Wassers. Diese Eigenschaft macht es zu einem guten Lösemittel und es wird auch zur Reinigung benutzt. Des Weiteren findet es Verwendung in Anlagen, wo keine Ablagerungen etwa von Kalk erwünscht sind. Auch findet man Demi-Wasser bei der Autowäsche. Am Ende der Wäsche wird Reinstwasser auf das Auto gesprüht um nach dem Trocknen Wasserflecken auf dem Lack zu verhindern. Auch Kraftwerke setzen VE Wasser ein. Hier dient es dazu, dass die Kühlkreisläufe zuverlässig laufen und die Wartungskosten geringer sind. Dies gelingt dadurch, dass bei der Verwendung von Deionisiertem Wasser keine Mineralstoffablagerungen im System entstehen. Auch in der pharmazeutischen Industrie wird Demi Wasser verwendet, entweder direkt als Bestandteil oder aber auch, um Proben zur Qualitätskontrolle durchzuführen. Auch in der Halbleiter Industrie und viele andere Branchen verwenden Reinstwasser.

 

Was ist der unterschied zwischen  destilliertem  und demineralisiertem Wasser?

Der größte Unterschied ist die Herstellung, das Produkt ist fast identisch. Die Technik zur Herstellung von destilliertem Wasser ist einfach, jedoch benötigt der Prozess auch viel Energie. Das Wasser wird bis zum Siedepunkt erhitzt, nun wir der Dampf aufgefangen und kondensiert. Das Kondensat (destilliertes Wasser) ist nun frei von organischen Stoffen, Salzen und Spurenelementen. Bei demineralisiertem Wasser ist die Prozedur, welche zur Herstellung genutzt wird, entscheidend. Wird lediglich ein Ionentausch durchgeführt, dann verbleiben organische Verunreinigungen wie Bakterien und Viren, aber auch ander Stoffe im Wasser. Wenn man die gleiche Reinheit wie bei destilliertem Wasser erreichen will, muss dieses gefiltert werden. Bei Umkehrosmoseanlagen wird dieses direkt im Prozess getan, da dieses durch eine Membran entsalzt wird. 

 

Was muss bei der Durchflussmessung beachtet werden?

Dadurch das sich VE Wasser leicht ätzend verhält, muss bei der Gehäusewahl auf das richtige Material zurückgegriffen werden. Auch kann es sein, dass das demineralisierte Wasser Rostvorgänge beschleunigt. Aufgrund der schlechten Leitfähigkeit von kleiner 5µS/cm kann kein magnetisch induktiver Zähler verwendet werden. Als Lösung bieten sich entweder der Recordall RCDL oder ein Ultraschall Messgerät an. 

 

 

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